Tiergerechter Versand

Meine ersten Zwerghamster habe ich beim Kauf einer Gruppe Zwergmäuse dazu bekommen. Eine Halterin aus Bayern hat mir gleich sieben Roborowski-Zwerghamster geschenkt. Zu dieser Zeit gab es noch keine Tierspeditionen und trotz des Verbots war es fast schon normal, kleine Nagetiere heimlich mit der Deutschen Post zu versenden.

Ich erhielt ein Paket mit zehn Hamstern und Mäusen, die auf vier Tabakdosen verteilt waren. Natürlich hatten sowohl die Dosen als auch der Versandkarton Luftlöcher und das Paket war mit einem "Vorsicht Glas"-Aufkleber gekennzeichnet. Die Tiere waren alle wohlauf und sind bei mir alt geworden, aber dennoch hat die Weltpost gute Gründe, den Versand von Tieren (bis auf wenige Ausnahmen) zu verbieten. Es muss nämlich nicht immer gut gehen.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile Alternativen, die es ermöglichen, Tiere die man selbst nicht abholen kann, über weite Strecken zu transportieren. Der erste Blick sollte auf Internetportale für Mitfahrgelegenheiten fallen. Wer MFG's anbietet, hat oftmals kein Problem damit, Kleintiere zu mitzunehmen, die zum Abfahrtsort gebracht und am Zielort abgeholt werden. Dabei verlangen manche Fahrer_innen nur eine kleine Benzinkostenbeteiligung oder freuen sich über eine Flasche Wein. Neben den geringen Kosten ist auch der reduzierte Stress für die Tiere ein großer Vorteil einer Mitfahrgelegenheit. Die Transportkiste steht im Kofferraum oder Fußraum des Autos und ist nur wenige Stunden unterwegs.

Lässt sich keine passende Mitfahrgelegenheit auftreiben, sollte man auf Speditionen zurückgreifen, die auch Tiere transportieren. Die beauftragte Spedition holt die Tiere zum gewünschten Zeitpunkt zuhause ab und liefert sie am folgenden Vormittag aus. Ein klarer Vorteil, wenn man selbst wenig Zeit hat. Jedoch dauert der Transport sehr viel länger und kostet mit 30 bis 40 Euro einiges mehr als eine MFG.

 

Die Tiere sollten bei jeder Art von Transport gesund, von der Mutter entwöhnt, nicht tragend, nicht säugend und in einer dafür vorgesehenen Kiste aus dem Zoohandel verpackt sein. Darin befinden sich Streu und Nistmaterial aus dem vertrauten Käfig, Trockenfutter und besonders wichtig: Frischfutter (z.b. Salatgurke) für die Wasserversorgung. Für den Speditionstransport sollte die Transportbox zusätzlich in einem halb offenen Karton verpackt werden. Kleintiere überstehen den einmaligen Stress eines Umzugs nach meiner Erfahrung sehr gut, wenn man die Reise in das neue Zuhause gut vorbereitet.

 

Links zu Mitfahrzentralen:

http://www.mitfahrzentrale.de/

http://www.mitfahrgelegenheit.de/

http://www.tier-mitfahrzentrale.de/

 

Links zu Tierspeditionen

http://www.mytierversand.de

http://www.tierpaket.de/


bitte beachtet auch diesen Artikel:

Ärgerliche Odyssee (6. Mai 2013)

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