Woran erkenne ich eine*n gute*n Züchter*in?

Ist die Entscheidung, ein Tier von einem_einer Züchter_in zu kaufen, erstmal gefallen, stellt sich für zukünftige Nagetierhalter_innen als erstes das Problem, zwischen den vielen Anbieter_innen jene herauszusieben, die allgemein als Vermehrer_innen oder schlicht "unseriös" gelten.

Es kursieren viele - unterschiedlich lange - Listen im Internet, die bei der Unterscheidung von guten und schlechten Züchter_innen helfen sollen. Auf das Wesentliche komprimiert ergeben sich 6 Punkte, die eine_n gute_n Züchter_in herausstellen.

  • der_die Züchter_in führt ein Zuchtbuch
  • der_die Züchter_in gibt nur offensichtlich gesunde Tiere ab
  • Zuchtkäfige und Umgebung sind hell, gut belüftet, sauber und ordentlich
  • der_die Züchter_in hat umfassendes Wissen über die betreffende Tierart
  • der_die Züchter_innimmt sich Zeit für seine_ihre Abnehmer_innen
  • der_die Züchter_in ist Mitglied in einem Zuchtverein und hält sich an dessen Zuchtordnung

 

Falsch ist es, vom verlangten Preis auf die Seriosität eines_einer Anbieter_in zu schließen. Ein hoher Kaufpreis bedeutet nicht, dass man Tiere von einem_einer guten Züchter_in erwirbt. Genauso wie es Vermehrer_innen gibt, die für ihren Nachwuchs fast schon Fantasiepreise verlangen, gibt es Züchter_innen, die besonders wenig Geld nehmen. Aus der Zucht von Nagetieren lässt sich kaum Profit schlagen, solange sie im privaten Rahmen abläuft.  Hohe Preise sind also bei Tieren genauso wie bei Waren kein Qualitätsmerkmal.
Viele Züchter_innen wollen mit Verkaufspreisen, die über den Schutzgebühren für Notfallhamster und unter den Preisen in Zoogeschäften liegen dem zukünftigen Halter_innen eine materielle Entscheidungshilfe geben.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lena (Dienstag, 07 Juni 2011 14:13)

    ... Unbedingt Mitglied in einem Zuchtverein sein? :o

    Wenn ich ehrlich bin sind doch meistens Hobbyzuchten artgerechter?!