Kurzbeschreibung

Campbell-Zwerghamster
Wildfarbe

Der wildlebende Campbell-Zwerghamster (Phodopus campbelli) bewohnt Steppen und Halbwüsten der Mongolei, des nordöstlichen Chinas, Tuwas sowie die russische Region Daurien und den Altai. Die Art ist nicht gefährdet.

 

Die Körperlänge beträgt acht bis zehn Zentimeter. Das weiche, dichte Fell ist auf der Oberseite gräulich-braungelb mit einem schwarzen Aalstrich. Die Körperunterseite ist grauweiß, an den Körperseiten verlaufen drei braungelbe Bögen nach oben.

Der Wohnbau liegt 25 bis 30 cm tief unter der Erde und besteht aus einem bis zu einem Meter langen, horizontal angelegten Gang, einer Nestkammer und mehreren Schächten, die senkrecht in den Hauptgang münden. Häufig bewohnt der Campbell-Zwerghamster auch die Baue anderer Kleinsäuger, wie zum Beispiel die der Mongolischen Rennmaus (Meriones unguiculatus). Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzensamen und von Insekten. 

Altai
Wildfangnachzucht aus dem Altai

Campbell-Zwerghamster als Haustiere

Campbell-Zwerghamster
Zuchtform

Der Campbell-Zwerghamster wird seit 1969 in Europa gezüchtet, seitdem sind vielen verschiedene Farbschlägen aufgetreten. Während er in Nordamerika als Labor- und Heimtier sehr beliebt ist, findet man ihn in Deutschland nicht wirklich häufig.

In deutschen Zoohandlungen ist er nur sehr selten zu erhalten und durch die Konkurrenz zum Dsungarischen Zwerghamster gibt es nur wenige Züchter_innen, die sich auf Campbell-Zwerghamster spezialisiert haben. Die Tiere stehen im Verruf, bissig und unverträglich zu sein. Jedoch ist dieses Phänomen nur aus Produkt unsachgemäßer Zuchtauswahl. Genauso wie Dsungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus) vor einigen Jahrzehnten/Generationen noch gesellige Familientiere waren, sind es die Campbell-Zwerghamster heute noch.


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