Lebensweise

Campbell-Zwerghamster
Hamster sind Bodenbewohner

Die Populationsdichte des Campbell-Zwerghamsters ist niedrig und stabil. 
 

In Daurien untersuchte Baue bestanden immer aus einem horizontalen Gang in den vier bis sechs vertikale Schächte führten. Das Nest ist mit trockenem Gras und Schafwolle ausgepolstert.

In der nördlichen Mandschurei und Daurien bewohnt der Campbell-Zwerghamster außerdem die Bauten von Pfeifhasen (Ochotona). Auf der mongolischen Hochebene zieht er die Baue der Mongolischen Rennmaus (Meriones unguiculatus) selbstgegrabenen Bauen vor.

 

Die Ernährung des Campbell-Zwerghamsters ist in den verschiedenen Verbreitungsgebieten und auch saisonal sehr unterschiedlich. In verschiedenen Untersuchungen wurden Samen nahezu aller vorkommenden Pflanzenarten in den Backentaschen gefangener Hamster festgestellt. In Daurien fand Peschkow (1960) vor allem die Samen von Büschelhaargras (Stipa capillata), wildem Lauch (Allium), den Schwertlilien Iris ruthenica und Iris flavissima, Hohlzahn (Galeopsis), Fingerkräuter (Potentilla) sowie Insekten, besonders Käfer.

In der Republik Tuwa stellten Flint und Golowkin (1961) Samen Fingerkräutern, Nitraria, diversen Pfriemengräsern (Stipa), Aneurolepidum sowie Seggen fest. Kaum festgestellt wurden Insekten: während 90 Prozent der mit gefüllten Backentaschen gefangenen Hamster pflanzliche Nahrung transportierten, hatte nur die Hälfte der Tiere hatte auch tierische Bestandteile in den Backentaschen. Vegetative Pflanzenteile, also Blätter, Blüten, Knospen oder Früchte wurden nicht festgestellt, woraufhin die Forscher schlossen, dass diese auch nicht verzehrt werden.